Tübingen/Stuttgart Schuldigitalisierung: Lehrer sollen fit gemacht werden

Auf einem iPad eines Schülers läuft während des Unterrichts ein Countdown. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv
Auf einem iPad eines Schülers läuft während des Unterrichts ein Countdown. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv © Foto: Julian Stratenschulte
Tübingen/Stuttgart / DPA 06.12.2018

Für die Digitalisierung an Schulen müssen die Lehrer erst fit gemacht werden. Den meisten Lehrern fehle die Qualifizierung, meinen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Landesschülerbeirat und ein Experte. „Es gibt nur wenig Angebote für Lehrkräfte, sich aus- und fortzubilden“, sagte Andreas Lachner, Junior-Professor für Lehren und Lernen mit digitalen Medien an der Universität Tübingen der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf eine Studie, nach der nur ein Drittel der Lehrer regelmäßig neue Medien im Unterricht einsetze. „Es muss insgesamt was passieren - sei es aus den Mitteln des Bundes oder des Landes“, betone Lachner.

Die Länder hatten am Mittwoch eine Grundgesetzänderung zunächst gestoppt. Unter anderem für die Digitalisierung der Schulen aus Bundesmitteln streben die Länder ein Vermittlungsverfahren an.

Der Digitalpakt des Bundes müsse realisiert werden, und zwar über eine Grundgesetzänderung, forderte hingegen GEW-Landeschefin Doro Moritz. Damit steht sie im Gegensatz zu Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der das als Eingriff in die Hoheit der Länder in der Bildungspolitik ablehnt.

Gesetzentwurf Grundgesetzänderung

Bildungsministerium zu Bund-Länder-Zusammenarbeit

Artikel über Kooperationsverbot

Eckpunktepapier Bund/Länder (Juni 2017)

Bundestag über die Debatte Grundgesetzänderung

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Andreas Lachner

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