Stuttgart Schmiedel kritisiert OB Fritz Kuhn

Stuttgart / DPA/EB 23.01.2016
SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hat dem Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) Untätigkeit bei der baulichen Gestaltung von Flächen vorgeworfen, die durch den Stuttgart-21-Tiefbahnhof frei werden.

"Ich wäre dankbar, wenn ich irgendeine Spur von Initiative sehen könnte, das Thema zu diskutieren", sagte Schmiedel am Freitag auch mit Blick auf den Engpass an bezahlbaren Wohnungen in Ballungszentren.

Durch die Verlegung des Bahnhofs unter die Erde werden rund 100 Hektar Flächen für die Stadtentwicklung frei, die bisher vor allem durch Gleise belegt sind. Das Potenzial des zentralen Geländes im vollständigen Besitz der Landeshauptstadt sei bundesweit einzigartig, sagte Schmiedel. Er hoffe, dass das Thema nach der Landtagswahl an Fahrt aufnimmt. Kuhn betonte, das Jahr 2016 stehe in Stuttgart im Zeichen der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des neuen Rosenstein-Quartiers. "Beim Thema Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung braucht die Stadt Stuttgart keine Ratschläge von Herrn Schmiedel", sagte Kuhn weiter. Er fügte hinzu: "Herr Schmiedel macht Wahlkampf auf Kosten der Wahrheit."

Im Rosensteinviertel soll ein Muster-Stadtteil entstehen, etwa 6200 Wohnungen und 4000 Arbeitsplätze sind im Gespräch. Doch auch das Konfliktpotenzial ist groß: Das Projekt wird von den Stuttgart-21-Gegnern kritisch beäugt.