Kriminalität Schlafende werden Opfer von Räubern

Heilbronn / Hans Georg Frank 12.06.2018

Ein Heilbronner Ehepaar ist am Wochenende in seiner Villa mitten in der Nacht überfallen worden. Die Bewohner wurden im Schlaf überwältigt und gefesselt. „In gebrochenem Deutsch“, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sei die Herausgabe von Geld, Schmuck und Gold gefordert worden. Die Täter seien mit einer „nicht unerheblichen Beute“ geflüchtet, sie seien wohl gestört worden. Wenige Minuten später hätten sich die Opfer befreien und die Polizei alarmieren können. Eine große Suchaktion, auch mit Hubschraubereinsatz, blieb ohne Erfolg.

Bei den Ermittlungen spielt ein vergleichbares Verbrechen vom November 2017 eine Rolle. Damals wurden vier Personen im Alter von 52 bis 90 Jahren gleichfalls im Schlaf überfallen. Durch Schläge und Drohungen wurden sie in Todesangst versetzt, um den Tresorschlüssel zu bekommen. Die Beute hatte einen Wert von fast 40 000 Euro. Einer der Täter wurde gefasst, er steht im Juli vor Gericht wegen erpresserischen Menschenraubs. Zwei Komplizen sind auf der Flucht.

Der Mann gehörte einer georgischen Bande an. Ob diese auch hinter dem zweiten Überfall steckt, ist unklar. Einen direkten Zusammenhang der Taten gebe es nicht, sagte ein Polizeisprecher.

Die Überfälle haben in Heilbronn große Verunsicherung ausgelöst. Auch die  Staatsanwaltschaft zeigte sich schockiert wegen der Brutalität der Ausführung.

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