Anfangs habe es durchaus Mitglieder und Wähler gegeben, die von der FDP zur AfD gegangen seien. "Aber die sind der AfD längst wieder abhandengekommen, weil die AfD einen Weg eingeschlagen hat, den die Leute nicht mitvollziehen wollen."

Die FDP kommt am 5. Januar zum Landesparteitag in Stuttgart zusammen. Am 6. Januar dann treffen sich die Liberalen im Opernhaus zum Dreikönigstreffen mit Bundesparteichef Christian Lindner.

Rülke sagte, die AfD werde wie früher die Republikaner möglicherweise mit rechtem, aber auch linkem Populismus in den Landtag einziehen. Die AfD habe sich entschieden, in Richtung Pegida zu gehen. "Man kann durchaus in den Landtag kommen, indem man Stimmung gegen ausländische Mitbürger macht." Möglicherweise etabliere sich die AfD als rechtspopulistische Partei. Denkbar sei aber auch, dass sie sich aufgrund interner Grabenkämpfe rasch selbst zerlege. Rülke hält der Pegida-Bewegung vor, zu wenig oder gar nicht zwischen dem radikalen Islam und den "vielen wertvollen Mitbürgern islamischen Glaubens" zu differenzieren. Das Bündnis "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" hatte in Dresden zuletzt mehr als 17 000 Demonstranten mobilisiert. Rülke sagte, im Landtagswahlkampf 1992 habe die CDU einen Asylwahlkampf geführt. "Das Ergebnis waren elf Prozent für die Republikaner."