Die Reihe von Zwischenfällen in Asylbewerberheimen im Land reißt nicht ab. Nach dem Wurf einer Rauchkerze in eine Flüchtlingsunterkunft in Altheim (Alb-Donau-Kreis) sucht die Polizei nun nach den Tätern. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund für die Tat gebe es bisher aber nicht, erklärte ein Polizeisprecher am Montag. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag eine Rauchkerze durch ein Küchenfenster in die Wohnung einer 33-jährigen Frau geworfen. Der Rauchmelder weckte daraufhin die Asylsuchende. Sie brachte sich und ihren vierjährigen Sohn in Sicherheit und verständigte die übrigen Hausbewohner. Die Frau erlitt leichte Verletzungen. Die Rauchkerze verursachte nur leichten Schaden am Bodenbelag. Eine Brandgefahr bestand nach Einschätzung von Feuerwehr und Polizei aber nicht.

Ebenfalls am Montag haben Experten nach einem missglückten Brandanschlag auf eine Heidelberger Flüchtlingsunterkunft den Tatort in Augenschein genommen. Ein ehemaliger Bewohner des Flüchtlingsheims und sein Komplize sollen versucht haben, das Gebäude anzuzünden. Sie sollten am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet, ob die Männer in Untersuchungshaft kommen. Beiden werde schwere Brandstiftung vorgeworfen, erklärte ein Polizeisprecher am Montag.

Warum die beiden Männer das Flüchtlingsheim in der Nacht zum Sonntag angezündet haben, ist weiterhin unklar. Nur durch Zufall hatten noch wache Bewohner der Unterkunft das Feuer entdeckt. Die Flammen konnten daraufhin rasch gelöscht werden.