Bildung Qualitätskonzept für Schulen nimmt Gestalt an

Bei Gerda Windey laufen die Fäden zusammen.
Bei Gerda Windey laufen die Fäden zusammen. © Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg
Stuttgart / Axel Habermehl 14.02.2018
Bis 2019 will Kultusministerin Eisenmann das System hinter den Schulen neu aufgesetzt sein. Wie geht es voran?

Ihr „Qualitätskonzept“ für Schulen ist das aktuell größte Projekt von Kultusministerin Susanne Eisenmann. Mit dem erklärten Ziel, den Unterricht flächendeckend verbessern zu wollen, hat die CDU-Politikerin im Juni 2017 angekündigt, das Unterstützungssystem hinter den Schulen komplett umzubauen. Aus- und Fortbildung der Lehrer, Beratung der Schulen, Evaluation: Alles soll neu und nach dem aktuellen Stand der Bildungsforschung aufgesetzt werden.

Dazu gehören Um- und Neubauten von Behörden. So will sie ein „Institut für Bildungsanalysen“ und ein „Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung“ gründen. Beide sollen im Januar 2019 eingerichtet sein. Das „Institut“ soll wissenschaftliche Theorie liefern, das „Zentrum“ daraus praktische Unterstützungsangebote wie Fortbildungen und Handreichungen ableiten. Dafür löst Eisenmann zwei bestehende Institutionen auf: das „Landesinstitut für Schulentwicklung“ und die „Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung“.

Zwei neue Institutionen

Nun hat die Ministerin den Bildungsausschuss des Landtags per Brief über den Fortgang informiert. In dem Schreiben an die Ausschussvorsitzende Brigitte Lösch (Grüne), das dieser Zeitung vorliegt, beschreibt Eisenmann den Stand der Dinge.

Es laufe die „Umsetzung der Konzeption“. Rund 120 Personen aus vielen verschiedenen Bereichen und Behörden der Kultusverwaltung seien eingebunden. Zwölf thematische Arbeits- und Projektgruppen habe sie eingerichtet. „Diese Arbeitsgruppen haben den Auftrag, die Aufgaben der zwei neuen Institutionen zu beschreiben, ihre Schnittstellen und ihre Abgrenzung zueinander sowie den Personalbedarf zu konkretisieren und Organigramme zu erstellen“, erklärt Eisenmann.

Die Fäden laufen in einer Lenkungsgruppe unter Leitung ihrer Ministerialdirektorin Gerda Windey zusammen. Auch ein wissenschaftlicher Beirat aus vier Bildungsforschern bringe „Expertise und eigene lmpulse in den Prozess ein und gibt Rückmeldungen und Anregungen zu den Zwischenergebnissen“. Selbst Experten anderer Bundesländer seien an Bord: die Chefs von zwei Behörden aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Dort hatte sich Eisenmann bereits vergangenes Jahr Inspiration für ihre Pläne geholt.

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