Land am Rand Prüfungsabbruch in Hohenheim: Zu viel „Lernstoff“

Stuttgart / David Nau 29.06.2018

Was wurde nicht alles spekuliert über die Ursachen für den massenhaften Prüfungsabbruch von Wirtschaftsstudenten an der Uni Hohenheim. Prüfungsangst, unfaire Klausurfragen, Überforderung der jungen Prüflinge? Alles weit gefehlt.

48 Prüflinge hatten Ende Mai eine Grundlagenprüfung im Fach Finanzwissenschaften plötzlich verlassen und noch am selben Tag Atteste vorgelegt – alle vom selben Arzt. Und alle mit den eher vagen Diagnosen „Schwindel und Sehstörungen“ oder „Übelkeit und Erbrechen“.

Der Land-am-Rand-Redaktion liegen nun exklusive Informationen der Univerwaltung vor, die ein ganz anderes Bild auf die Diagnosen des Mediziners werfen. Demnach waren die betroffenen Studierenden alle an einem streng geheimen Forschungsprojekt der Hochschule beteiligt. Unter dem Decknamen „Hopfen und Malz – Hohenheim erhalt’s“ entwickelten die jungen Forscher ein Jubiläumsbier zum 200. Geburtstag der Universität.

Wie ein Insider berichtet, habe just am Tag vor der abgebrochenen Prüfung die letzte Qualitätskontrolle des Prototypen angestanden. „Das Team hat alles gegeben, um dem Leitspruch auf der Bierflasche gerecht zu werden“, so der Informant. Auf dem Etikett, das ebenfalls Studierende der Uni gestaltet haben, steht der Hashtag: #ProbierenGehtÜberStudieren.

Auch den Namen des Bieres nahmen die Studenten wohl sehr ernst: Er lautet ganz offiziell „Lernstoff“. Und lernen kann man vor einer wichtigen Klausur ja nie genug.

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