Prozess Prozessbeginn zu Bandenkrieg: Polizei sperrt Straßen und Parkplätze

Schießerei in Heidenheim.
Schießerei in Heidenheim. © Foto: Penk
Ellwangen/Heidenheim / sk, kö 21.11.2016

„Kuttenverbot“ und strenge Einlasskontrollen im Gericht, gesperrte Straßen und Parkplätze in der Innenstadt – unter hohen Sicherheitsvorkehrungen beginnt am morgigen Dienstag der Prozess um tödliche Schüsse im Heidenheimer Bandenmilieu. Der 26-jährige Angeklagte, ein Mitglied der rockerähnlichen Straßengang „Black Jackets“, soll am 7. April einen 29-Jährigen erschossen haben, der der rivalisierenden Gruppe „United Tribuns“ angehörte. Der 25-jährige Bruder des Opfers wurde bei dem Attentat auf offener Straße schwer verletzt. Die Anklage lautet auf Mord. Die Attacke gilt als Höhepunkt monatelanger Reibereien zwischen den rivalisierenden Gruppen.

Dem Landgericht in Ellwangen (Ostalbkreis) steht ein langwieriger Prozess bevor. 69 Zeugen sind geladen – und im Umfeld gilt erhöhte Wachsamkeit. Am Eingang des Gerichts werden Zuhörer auf Waffen kontrolliert, Kleidungsstücke, die die Zugehörigkeit zu Gangs demonstrieren (etwa „Kutten“), sind verboten. Um mögliche Aufmärsche oder Versammlungen von Anhängern und Sympathisanten der Gruppierungen zu verhindern, baut  die Polizei zudem an Prozesstagen in mehreren Straßen in Ellwangen Absperrungen auf, die den Zugang der Öffentlichkeit einschränken. Auch mehrere Parkplätze in Ellwangen werden mit Parkverboten belegt oder gesperrt. Die Polizei will zudem erhöhte Präsenz in der Stadt zeigen.

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