Mannheim Prozess um Messerstiche komplett nichtöffentlich

Mannheim / wil 06.06.2018

Sieben Angeklagte, 50 Zeugen und 35 Verhandlungstage: Der Jugendkammer des Mannheimer Landgerichts steht ein weiterer Marathon-Prozess bevor. In dem Verfahren, das gestern begonnen hat, geht es um blutige Auseinandersetzungen in Mannheims Kneipenviertel Jungbusch. Am frühen Sonntagmorgen des 17. September 2017 waren dort zwei Männer durch Messerstiche verletzt worden. Einer von ihnen wurde zudem mit einer Eisenstange am Kopf getroffen. Der 26-Jährige überlebte nur knapp.

Begonnen hatte die Auseinandersetzung kurz nach drei Uhr vor einer Kneipe in der Jungbuschstraße. Dort sollen die mutmaßlichen Täter und die Opfer zunächst verbal aneinandergeraten sein. Die Angeklagten hätten ihre zahlenmäßige Überlegenheit  ausgenutzt und ihre Kontrahenten mit Messern und  Eisenstangen attackiert. Als die Polizei eintraf, flüchteten die mutmaßlichen Täter. Drei Verdächtige konnten bereits nach einigen Minuten verhaftet werden. Zwei weitere wurden Tage später auch aufgrund von Videoaufzeichnungen identifiziert und festgenommen.

Die Öffentlichkeit ist während des gesamten Verfahrens ausgeschlossen. Grund ist das jugendliche Alter von zwei Angeklagten, die damals 16 beziehungsweise 17 Jahre alt waren. Drei Mitangeklagte waren jeweils 18 Jahre und damit Heranwachsende im Sinne des Jugendgerichtsgesetzes. Zwei Angeklagte sind erwachsen, der ältere war damals 48 Jahre. 

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