Stuttgart Protest gegen Live-Schlachtung von Kaninchen

Stuttgart / EPD 19.01.2016
Der Radiomoderator Rob Green hat die Idee verteidigt, in einer Live-Sendung ein Kaninchen zu schlachten. Es sei "so wichtig", sich bewusst zu machen, dass für den Fleischgenuss Tiere sterben müssten, sagte Green in einem am Montag auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video.

Er lässt aber weiterhin offen, ob er die Herausforderung durch einen 26-jährigen Hörer annimmt und das Kaninchen während seiner Show auf dem Sender Big FM töten wird.

Mit der Aktion hat Green Tierschützer gegen sich aufgebracht. Nach Ansicht der baden-württembergischen Landesbeauftragten für Tierschutz, Cornelie Jäger, würde damit mehrfach gravierend gegen das Tierschutzrecht verstoßen. Sie wirft dem Sender vor, dass es bei der Kaninchenschlachtung nicht um die Gewinnung von Lebensmitteln gehe, sondern um den Event-Charakter. Der stelle für die Tötung eines Tieres aber keinen vernünftigen Grund dar.

Green kontert in seinem Video, dass wer Fleisch esse, sich auch mit dem Tod des Tiers auseinandersetzen müsse. Fleisch wachse nicht auf Bäumen. Eine Online-Petition gegen die Aktion hatte am Montagmorgen bereits fast 45.000 Unterschriften.