Veranstaltung Landesgartenschau Lahr: Positive Zwischenbilanz

Die Macher der diesjährigen Landesgartenschau in Lahr sind zufrieden mit der bisherigen Besucher-Resonanz.
Die Macher der diesjährigen Landesgartenschau in Lahr sind zufrieden mit der bisherigen Besucher-Resonanz. © Foto: Patrick Seeger/dpa
Lahr / Petra Walheim 01.08.2018
Zufriedene Zwischenbilanz: Über eine halbe Million Besucher der Landesgartenschau Lahr haben die Veranstalter gezählt.

An den Eingängen zur Landesgartenschau bekommen Besucher große weiße Schirme in die Hand gedrückt – als Schutz gegen die pralle Sonne. Es ist heiß – das Angebot wird angenommen. Diese unerschrockenen Gäste lassen es sich nicht nehmen, auch bei über 30 Grad im Schatten das 38 Hektar große Gelände in Lahr (Ortenaukreis) zu erkunden. Über eine halbe Million Menschen haben das seit dem Start am 12. April schon getan.

Am Wochenende wird der 550.000.  Gast erwartet. „Wir werden unser Ziel von 800.000 Besuchern erreichen“, sagt an diesem Mittwoch Ulrike Karl, Geschäftsführerin der Landesgartenschau-Gesellschaft. Sie ist zuversichtlich, dass die auch Bilanz für die bereits absolvierten 110 Tage Gartenschau positiv ausfällt.

„Es läuft rund“, lobte Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller im Pressegespräch zur ersten Halbzeit. Auch dank der 350 ehrenamtlichen Helfer, die auf dem Gelände im Einsatz sind. Die Beteiligten sprachen am Mittwoch von einem „großen Gemeinschaftsgefühl“, das in der Stadt gewachsen sei. „Man trifft sich auf der Landesgartenschau“, sagte Ulrike Karl. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch sagte am Mittwoch, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl sei von großem  „immateriellen Nutzen“, der nicht zu messen, aber enorm sei.

7000 Stunden Unterhaltung

Die bislang bestbesuchte Veranstaltung war der „Bergfest-Abend“ zur Halbzeit vor zwei Wochen mit dem Sänger Gregor Meyle. Die Besucher konnten eine „einzigartige Stimmung“ erleben. „Paare mit Kindern, die gemeinsam vor der Bühne tanzten, die Wiese ein Meer aus Picknick-Decken voller glücklicher Menschen – das war einfach fantastisch“, sagte Ulrike Karl. 7000 Stunden „gute Unterhaltung“ seien den Besuchen bislang geboten worden. Das werde in der zweiten Halbzeit fortgesetzt.

Die Landesgartenschau ist in drei Parkteile aufgeteilt: Das Herzstück ist der Seepark mit einem eigens für die Ausstellung angelegten See, in dem allerdings trotz der Hitze ein  Badeverbot gilt. „Es ist erlaubt, bis zum Knie ins Wasser zu gehen“, sagte Ulrike Karl. „Sie glauben ja gar nicht, wo manche Besucher ihre Knie haben.“ Im Bürgerpark ist unter vielem anderem die Blumenhalle zu finden mit wechselnden floristischen Ausstellungen. Elf Schaugärten bietet der Kleingartenpark. Zu erkunden sind die Bereiche auf einem knapp vier Kilometer langen Rundweg.

Oberbürgermeister Müller freut, dass viele Gäste auch die Innenstadt besuchen. Vom Einzelhandel und der Gastronomie gebe es die Rückmeldung, dass sich die LGS auch da positiv auswirke. Auf die Frage, woher Händler und Gastronomen wüssten, dass ihre Gäste von der Landesgartenschau kommen, sagte Müller: Man sieht das an den Stempeln auf den Händen.

Hitze macht der LSG zu schaffen

Die Hoffnung, dass auch die zweite Halbzeit positiv verläuft, ist groß. Doch aktuell macht die Hitze der Ausstellung zu schaffen. „Wir leiden unter der Hitze“, sagte Ulrike Karl. „Nicht nur betrieblich, sondern auch was die Zahl der Besucher angeht.“ Viele blieben lieber an den Baggerseen. Selbst den Kindern, die noch vor der Hitzewelle das Trampolin belagert hätten, sei es zu heiß.

Die Hitze führt auch dazu, dass der Wasserverbrauch auf dem Gelände steigt. „Den geplanten Wasserverbrauch für den Rasen haben wir jetzt schon erreicht“, sagte Tobias de Haen, neben Ulrike Karl ebenfalls Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH. Jede Wässerung des Rasens, die jetzt noch nötig sei, sei zusätzlich. Er zeigte sich erstaunt darüber, wie schön der Wechselflor an Blumen und Stauden dastehe, trotz der hohen Temperaturen. Auch das ist nur möglich, weil ordentlich gegossen wird. Damit die Besucher, die trotz Hitze über das Gelände flanieren, sich mit ihren weißen Schirmen an den bunten Blumen erfreuen können.

Noch gut 80 Tage Landesgartenschau Lahr

Bis zum 14. Oktober hat die Landesgartenschau in Lahr noch geöffnet. Dann erfolgt die Übergabe an Überlingen, wo im Frühjahr 2020 die Ausstellung eröffnet wird. Die Ausstellung in Lahr ist täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 18 Euro. Für Familien, Kinder und Jugendliche gibt es vergünstigte Sondertarife.

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