. Die beiden Polizisten, die sich wegen des Wasserwerfer-Einsatzes gegen Stuttgart-21-Demonstranten verantworten müssen, setzen auf das Gericht. "Mit der Anklage ergibt sich die Gelegenheit, die Fragen der Rechtmäßigkeit und die Verantwortlichkeiten des Einsatzes gerichtlich zu klären", sagte der 47-jährige Polizeidirektor den "Stuttgarter Nachrichten". Er hatte mit einem 40-jährigen Polizeibeamten am 30. September 2010, dem "Schwarzen Donnerstag", den Einsatz der Wasserwerfer geleitet. Deren Besatzung hatte den harten Wasserstrahl immer wieder auf Demonstranten gerichtet, von denen mindestens neun dadurch am Kopf erheblich verletzt wurden.

Den Beamten wird fahrlässige Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Als Einsatzleiter sollen sie ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben, indem sie nicht eingriffen. Das weisen die Polizisten zurück.