Heilbronn Polizeipräsident: Mord an Kiesewetter bewegt immer noch

Blick auf den Tatort in Heilbronn, wo 2007 die Polizistin Michele Kiesewetter Opfer eines NSU-Mordes wurde. Foto: Christoph Schmidt/Archiv
Blick auf den Tatort in Heilbronn, wo 2007 die Polizistin Michele Kiesewetter Opfer eines NSU-Mordes wurde. Foto: Christoph Schmidt/Archiv © Foto: Christoph Schmidt
Heilbronn / DPA 11.07.2018

Der Polizeipräsident von Heilbronn, Hans Becker, sieht das Urteil im NSU-Prozess als einen weiteren wichtigen Schritt, um das Geschehen besser verarbeiten zu können. Er sei vor allem froh, dass mit dem Urteil ein mehr als fünf Jahre dauerndes Gerichtsverfahren sein Ende gefunden habe, sagte Becker am Mittwoch. „Ich kann mir denken, dass dies auch für alle Angehörigen der Opfer gilt.“ Der Anschlag in Heilbronn und der Mord an der Polizistin Michéle Kiesewetter vor elf Jahren sei in der Dienststelle bis zum heutigen Tage präsent und bewege ihn und die Mitarbeiter nach wie vor.

„Gerade auch deswegen ist es gut, dass jetzt endlich eine gerichtliche Entscheidung getroffen worden ist.“ Das Oberlandesgericht München hatte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zuvor wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, ihre Mitangeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen.

Die rechtsextreme Terrorgruppe NSU („Nationalsozialistischer Untergrund“) hatte jahrelang eine blutige Spur der Gewalt durch Deutschland gezogen. Die Täter erschossen im April 2007 in Heilbronn die Polizistin Kiesewetter. Ihr Kollege wurde schwer verletzt.

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