Freiburg Polizei warnt Motorradfahrer vor Leichtsinn

Freiburg / DPA 07.05.2016
Traurige Biker-Bilanz: 104 Motorradfahrer sind im vergangenen Jahr auf Baden-Württembergs Straßen gestorben.

"Damit kam mehr als jeder fünfte Verkehrstote bei einem Motorradunfall ums Leben", sagte der scheidende Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Freitag mit Blick auf den landesweiten Bikertag am Sonntag. Hauptursache sei bei Motorradunfällen mit Verletzten überhöhte Geschwindigkeit. Auch am Vatertag hatte es im Südwesten zahlreiche Motorradunfälle mit vielen Schwerverletzten sowie zwei Toten gegeben.

Allein im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg gab es innerhalb von nur vier Stunden am Donnerstag sechs Unfälle mit Motorradfahrern und einem Quad. Ein Motorradfahrer aus der Schweiz erlag den schweren Verletzungen, die er sich bei einem Sturz im Kreis Waldshut zugezogen hatte.

In allen Fällen seien die Fahrer zu schnell unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei Freiburg. Vor allem zum Start der Motorradsaison gebe es immer wieder viele Verletzte. "Vor der ersten Fahrt bei schönem Wetter sollten sich die Fahrer Zeit nehmen, um sich wieder an ihre Maschine zu gewöhnen", riet ein Sprecher der Polizei Ludwigsburg. Doch nicht immer haben die Biker schuld: Eine 55 Jahre alte Fahrerin erlitt bei Singen (Kreis Konstanz) tödliche Verletzungen, als eine 73-Jährige sie auf einer Landstraße mit dem Auto anfuhr.