Ellwangen Polizei meldet Widerstand bei Abschiebung aus Ellwangen

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/Archiv
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/Archiv © Foto: Stefan Puchner
Ellwangen / DPA 20.06.2018

Bei der Abschiebung eines Mannes aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung (Lea) für Flüchtlinge in Ellwangen (Ostalbkreis) hat die Polizei körperlichen Zwang angewendet. Weil sich der 29-Jährige aus Kamerun in der Nacht auf Mittwoch wehrte, brachten Polizisten ihn zu Boden und setzten ihn dann in das Polizeiauto, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen. Es sei niemand verletzt worden. Weitere Bewohner seien nicht beteiligt gewesen.

Der Leiter der Einrichtung, Berthold Weiß, sprach von einer unproblematischen Abholung. Der Vorfall sei „nicht ansatzweise zu vergleichen“ mit dem massivem Widerstand von Lea-Bewohnern gegen die Abholung eines Mannes aus Westafrika im April.

Diese Rückführung war zunächst gescheitert. Die vier Polizei beteiligten hatten sich zurückgezogen, weil sie sich durch eine große Zahl von Flüchtlingen bedroht sahen. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Den Vorfall im April habe man aufgearbeitet und die Einsatztaktik entsprechend verändert, sagte der Aalener Polizeisprecher. Zu Einzelheiten der neuen Taktik machte er keine Angaben.

Mitteilung der Polizei

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