Stuttgart Politologe: AfD muss Grenze zum Rechtsextremismus ziehen

Der Politologe Ulrich Eith steht vor einem Bücherregal. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Der Politologe Ulrich Eith steht vor einem Bücherregal. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Stuttgart / DPA 31.08.2018

Die Grenze der Partei Alternative für Deutschland (AfD) zum Rechtsextremismus ist nach wie vor offen. Diese Ansicht vertritt der Politologe Ulrich Eith von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. „Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass die Partei diesen Trennungsstrich zieht“, sagte Eith am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Die AfD hat schon immer ausgelotet, wie provokativ Äußerungen sein können. Das ist ihre Strategie: Mit rechtsextremen Positionen zu kommen und am nächsten Tag zurückzurudern und zu behaupten, man sei falsch verstanden worden.“ So riskiere die Partei, irgendwann vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden.

Wenn die AfD als rechtskonservative Partei längerfristig Erfolg haben wolle, müsse sie sich eindeutig vom Rechtsextremismus distanzieren. „Nach bisheriger Erfahrung haben konservative Wähler nie lange für eine Partei gestimmt, die sich nicht irgendwann eindeutig vom Rechtsextremismus distanziert hat“, sagte Eith.

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