Heidenheim Olympiafechterin wegen Nötigung verurteilt

Heidenheim / ED 23.11.2012

Das Amtsgericht Heidenheim hat Monika Sozanska, das Aushängeschild der Fechtabteilung des Heidenheimer Sportbunds zu einer Geldstrafe von 4200 Euro verurteilt. Die 29-Jährige hatte versucht, mit einem anonymen Schreiben den Ruf eines Funktionärs zu schädigen und so dessen Entlassung zu erwirken. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Sozanska, Zehnte bei den Olympischen Spielen in London, den Ruf eines Funktionärs des Württembergischen Fechtverbandes bewusst gefährdet und beschmutzt hat.

Wegen eines vorangegangenen Streits hatte Sozanska sich Anfang Juli des vergangenen Jahres in einem anonymen Schreiben, das an verschiedene Größen des Deutschen Fechterbundes (DFB) gerichtet war, als "eine besorgte Mutter" ausgegeben und die Absetzung des Heidenheimer Funktionärs gefordert. Dieser sei untragbar, weil er auf einer Internetseite ein Profil angelegt habe, in dem er sexuelle Vorlieben und bevorzugte Praktiken angegeben hat (was das Opfer im Gerichtssaal bestätigte).

Auch ein Schild mit der Aufschrift "Perversling" soll sie an die Tür des Funktionärs gehängt haben. Durch ihre Schrift kam der Funktionär ihr schließlich auf die Schliche. Er verglich eine Medikamenten-Erklärung mit dem Schild.

Sozanskas Anwalt hat angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

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