Freiburg OB Martin Horn für Abschiebungen krimineller Flüchtlinge

Oberbürgermeister Martin Horn sitzt im Ratssaal im Rathaus. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Oberbürgermeister Martin Horn sitzt im Ratssaal im Rathaus. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Freiburg / DPA 08.11.2018

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) eine härtere Gangart gegenüber straffälligen Flüchtlingen gefordert. „Die Botschaft muss sein, dass Leute ihren Schutzstatus verlieren, wenn sie solche Taten begehen und sich nicht an unsere Gesetze halten“, wurde Horn von der Onlineausgabe der „Welt“ am Donnerstag zitiert. Gegebenenfalls müsste über Abschiebeerleichterungen nachgedacht werden. „Gleichzeitig müssen wir unsere vorhandenen Strukturen - Polizei, Justiz, Staatsanwaltschaft - so stärken, dass konsequenter und schneller gehandelt wird.“

Mitte Oktober soll eine 18 Jahre alte Studentin in Freiburg nach einem Discobesuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher. Sowohl Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) als auch Innenminister Thomas Strobl (CDU) sehen Handlungsbedarf im Umgang mit problematischen Asylbewerbern. Strobl und die Polizei stehen seit Tagen in der Kritik, weil gegen den Hauptbeschuldigten ein nicht vollstreckter Haftbefehl vorlag.

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