Das Gremium will der Frage nachgehen, wie gut die rechte Szene in Baden-Württemberg verankert war und welche Kontakte es zum "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) gab.

Eine Rolle spielen auch die Aktivitäten des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan und mögliche Bezüge zum Terrortrio. Im Sommer war bekanntgeworden, dass zwei baden-württembergische Polizisten vor zehn Jahren Mitglieder einer Sektion des Ku-Klux-Klans mit Sitz in Schwäbisch Hall waren. Einer der beiden war Gruppenführer der Polizistin Michèle Kiesewetter, die 2007 in Heilbronn getötet wurde. Der Mord soll auf das Konto des NSU gehen. Auch der baden-württembergische Verfassungsschutz war in die Schlagzeilen geraten, weil ein Mitarbeiter geheime Informationen an den Ku-Klux-Klan verraten hatte. 

Neben dem Mord an Kiesewetter werden dem NSU neun weitere Morde an türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern zugerechnet.