Wasserqualität Nitratwerte im Südwesten im grünen Bereich

Gülle enthält große Mengen Nitrat
Gülle enthält große Mengen Nitrat © Foto: Carsten Rehder/dpa
Ulm / c.k. 21.06.2018
Der EuGH verurteilte Deutschland für zu stark belastetes Wasser. Im Südwesten werden die Grenzwerte jedoch immer seltener überschritten.

In weiten Teilen Deutschlands werden die Grenzwerte für die Nitratbelastung im Wasser mitunter deutlich überschritten. Nitrat ist ein wichtiges Düngemittel der Landwirtschaft. In zu hoher Dosis über das Wasser aufgenommen, kann es jedoch der Gesundheit schaden.

EuGH verurteilt Deutschland

Bereits 2016 hatte die EU-Kommission Klage gegen Deutschland eingereicht. Die Nitratwerte im Grundwasser waren seit Jahren zu hoch. Ausreichende Maßnahmen zur Verbesserung konnte sie nicht erkennen. Wegen dieses Verstoßes gegen EU-Recht wurde Deutschland am Donnerstag vom Europäischen Gerichtshof verurteilt. Doch nicht überall in der Bundesrepublik sind die Messwerte gleichermaßen alarmierend.

Um das Grundwasser im Südwesten steht es gut

Durch eine Reihe von landwirtschaftlichen Verbesserungen erlangte der Landkreis Heidenheim mittlerweile den Ruf einer „Bio-Musterregion“. Über neunzig Prozent der Landkreisfläche wurden bereits zum Wasserschutzgebiet erklärt. Vor allem in den Nitrat-Problemregionen wird mithilfe staatlicher Förderungen die Umstellung ansässiger Höfe auf Bio-Bewirtschaftung vorangetrieben. Die Bemühungen scheinen sich auszuzahlen - An allen Grundwassermessstationen liegen die Nitratwerte weit unter dem Grenzwert.

Auch Trinkwasser ist unbedenklich

Im Landkreis Göppingen wird der Grenzwert für Nitrat im Leitungswasser nirgendwo auch nur annähernd erreicht. Der Trinkwasserbrunnen in Bünzwangen ist mit seinem Nitratwert von 0,5 Milligramm pro Liter das Aushängeschild. Diesen Wert ergab das Messprotokoll der Stadtwerke im Jahr 2015/16. Der gesetzliche Höchstwert liegt einhundert mal so hoch.

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