Gerhard Schneider (50) ist neuer Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bischof Gebhard Fürst vollzog die symbolische Handauflegung bei einem Gottesdienst in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard am Samstag.

Schneider soll Bischof Fürst künftig bei Priester- oder Diakonweihen, Kirchen- oder Orgelweihen oder beim Spenden des Firmsakraments vertreten. Weihbischöfe gelten auch als Hilfsbischöfe und werden in besonders großen Bistümern eingesetzt, in denen der Diözesanbischof solche Aufgaben nicht allein erfüllen kann. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat mit Schneider nun insgesamt drei Weihbischöfe. Mit 1,8 Millionen Katholiken ist sie die viertgrößte in Deutschland.

Schneider bleibt zudem Leiter der Hauptabteilung für Liturgie (mit Kunst und Kirchenmusik) und Berufungspastoral. Der studierte Betriebswirtschaftler arbeitete zunächst bei einer Bank, bevor er sich für den Priesterberuf entschied. Von 2004 an war er unter anderem Dozent am Tübinger Wilhelmsstift. Seine Doktorarbeit schrieb er über den Pastoraltheologen Franz-Xaver Arnold.

Papst Franziskus hat Gerhard Schneider auf Vorschlag von Gebhard Fürst am 14. April zum Weihbischof ernannt. Die Weihe muss spätestens drei Monate nach einer solchen Ernennung erfolgen. Schneider ist das Titularbistum „Abbir Germaniciana“ im heutigen Tunesien zugeordnet - weil das Bischofsamt die Leitung einer Teilkirche vorsieht, bekommen Hilfsbischöfe ihren Sitz jeweils in einem untergegangenen Bistum.

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