Auch viele Gegner des Milliardenprojekts Stuttgart 21 kamen wegen des Unfalls zu spät zu der Demonstration gegen den Tiefbahnhof. Mehrere tausend Menschen haben an den Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner vor zwei Jahren erinnert. Die Veranstalter sprachen am Samstagabend von rund 10 000 Demonstranten, die Polizei von 5000 Menschen. Bei dem Polizeieinsatz am 30. September 2010 waren im Schlossgarten rund 100 Menschen verletzt worden - vor allem durch Wasserwerfer. Der Tag ging als "Schwarzer Donnerstag" in die Landesgeschichte ein.

Zugleich wurde bekannt, dass ein Hausbesitzer beim Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde und einen Eilantrag gegen das Milliardenprojekt eingereicht hat. Mit der Klage will der Besitzer eines Hauses in der Sängerstraße den Abriss des Gebäudes vermeiden und einen sofortigen Baustopp erreichen. lsw