Ulm/Stuttgart Neubaustrecke: Planer melden Einsparungen

Ulm/Stuttgart / FABIAN ZIEHE 26.02.2014
Ein Jahr früher fertig, gut zehn Prozent unter der Kostenprognose von 3,26 Milliarden Euro: Für die Neubaustrecke meldet das Bahnprojekt Erfolge.

Von Zahlen, wie sie Projektsprecher Wolfgang Dietrich für die Neubaustrecke (NBS) Wendlingen-Ulm nennt, kann man bei S 21 nur träumen: "Wir liegen gut zehn Prozent unter Budget." Zudem habe man "verlorene Zeit" wieder aufgeholt. Dabei seien die Tiefbahnhof-Planer "ebenso kompetent" wie die der NBS. Allein: Vor und auf der Alb gebe es weniger Gegenwind als in Stuttgarts Kessel. Politik, Behörden, aber auch Bürger begegneten kritisch, aber mit mehr Wohlwollen der Arbeit der Trassenbauer.

"Hier gibt es ebenso geologische Herausforderungen und seltene Tierarten", sagte Dietrich. Doch sei die Lage mit Stuttgart und Umgebung "nicht vergleichbar". Bei der NBS könne man bei gutem Verlauf sogar ein Jahr früher, also 2020 fertig sein. Dann müsse man aber warten, bis S 21 hoffentlich ein Jahr später auch soweit ist. "Die gleichen Leute bei der Bahn, denen man in Stuttgart vorwirft, sie können nicht planen, schaffen es bei der Neubaustrecke", stellt Dietrich fest.

Mit ein Grund für die Zeitersparnis ist laut NBS-Projektleiter Stefan Kielbassa, dass man in der Vergabe für den Albabstiegstunnel-Bau eine Zeitersparnis "herausverhandelt" habe. Die Bahn habe erst "sehr konservativ" bei der Vortriebsgeschwindigkeit geplant. Dann aber habe man neben den Kosten noch die Bauzeit als Vergabekriterium angesetzt. "Der Markt hat das honoriert", sagt Kielbassa. Mit veränderten Abläufen beim Vortrieb für den Tunnelbau spare man ein Jahr. "Das haben wir geprüft - und wir sagen, ja, das geht", sagt Kielbassa.

Im Mai werden die ersten Tunnelmeter aufgefahren sein: Dann soll Tunneltaufe in Dornstadt sein.

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