Wesel Netzbetreiber sucht Trasse für West-Stromautobahn

Erdkabel mit drei Adern liegen unter einer Hochspannungsleitung. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv
Erdkabel mit drei Adern liegen unter einer Hochspannungsleitung. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv
Wesel / dpa 05.10.2016

Schon in der jetzigen sehr frühen Planungsphase suche man den Austausch mit der Region, sagte Projektleiter Klaus Wewering vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wesel (Niederrhein). Mitte nächsten Jahres will der Netzbetreiber konkrete Trassenkorridore vorschlagen. "Ab jetzt fahren wir übers Land zu Gesprächen."

Es geht um den gut 300 Kilometer langen und bis zu zwei Milliarden Euro teuren nördlichen Teil der Leitung von Emden bis Osterath nahe Düsseldorf. Dabei sind Erdkabel vorgesehen. In einem anderen Verfahren wird bereits die Fortsetzung der Leitung bis Philippsburg in Baden-Württemberg geplant, wo 2020 das Atomkraftwerk planmäßig vom Netz geht. Die Leitung soll ab 2025 Windstrom von der Küste nach Süddeutschland bringen.

Bisher hat Amprion im Nordteil 20 bis 40 Kilometer breite "Untersuchungsräume" für die künftige Trasse festgelegt. Auf der Höhe des dicht besiedelten Ruhrgebiets ist dieser Untersuchungsraum besonders breit. Dort könnte die Trasse in einem Bogen Richtung Westen um das Ruhrgebiet herumgeführt werden, hieß es.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel