Freiburg Nachfolger für Robert Zollitsch wird gesucht

Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch scheidet Endes des Jahres aus seinem Amt. Foto: epd
Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch scheidet Endes des Jahres aus seinem Amt. Foto: epd
Freiburg / PETRA WALHEIM 18.09.2013
Papst Franziskus hat den Amtsverzicht des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch angenommen. Zollitsch bleibt aber bis 2014 in seinen Ämtern.

In der katholischen Kirche ist es üblich, dass Amts- und Würdenträger mit Erreichen des 75. Lebensjahres dem Papst den Amtsverzicht anbieten. Das hat auch der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch getan, der am 9. August 75 Jahre alt geworden ist. Zollitsch hatte aber auch angeboten, bis zum Frühjahr Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zu bleiben. Beides hat Papst Franziskus gestern angenommen und Zollitsch mit sofortiger Wirkung zum Apostolischen Administrator des Erzbistums Freiburg ernannt. Das bedeutet, er leitet sein Bistum bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers übergangsweise weiter.

Zollitsch ist seit zehn Jahren Erzbischof von Freiburg, seit fünfeinhalb Jahren Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Das bleibt er bis März 2014. Dann endet seine Amtszeit ohnehin. Der stellvertretende Vorsitzende der DBK, Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim, äußerte sich erfreut über die Entscheidung des Papstes. "Ich bin dankbar, dass so die von ihm angestoßenen Projekte und Vorhaben in den kommenden Monaten wie in Aussicht genommen weitergehen können", sagte Bischof Trelle.

Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst hat seinem Freiburger Amtskollegen für dessen "unermüdlichen Einsatz für die Einheit der katholischen Kirche in Deutschland" gedankt. Die Vorsitzende des Diözesanrats, Martina Kastner, zeigte sich von der Nachricht überrascht. Sie dankte Zollitsch "vor allem für seine Weitsicht und seine Tatkraft, mit der er notwendige Schritte in die Zukunft der Kirche initiiert hat".

Dadurch, dass Papst Franziskus den Rücktritt Zollitschs angenommen hat, können im Erzbistum Freiburg die Vorbereitungen für die Wahl und Ernennung eines neuen Erzbischofs beginnen. Dazu gehört zunächst die Suche nach geeigneten Kandidaten. Es wird voraussichtlich ein Jahr dauern, bis ein Nachfolger das Amt antritt. Der langjährige Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Georg Gänswein, der aus dem Südschwarzwald stammt, wird immer wieder als Nachfolger gehandelt. Gänswein dementiert bislang.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel