Nach dem Missbrauchsfall von Staufen hat der Bundesbeauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Empfehlungen für Bund, Länder und Kommunen formuliert. Johannes-Wilhelm Rörig sieht Verbesserungsmöglichkeiten bei der Kinderschutzarbeit in Jugendämtern, der Qualifizierung und Fortbildung von Richtern an Familiengerichten und der Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet, wie er am Montag in Stuttgart sagte.

Der Bundesbeauftragte war bei der „Kommission Kinderschutz“ zu Gast. Die Landesregierung im Südwesten richtete die Kommission im Herbst vergangenen Jahres ein, um Missbrauchsfälle wie in Staufen in Zukunft möglichst verhindern zu können.

Der jahrelange schwere sexuelle Kindermissbrauch in Staufen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Bei dem Vorfall war ein Junge von seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten vergewaltigt und an andere Männer verkauft worden.