Land am Rand Miss Germany ohne Bikini

Rust / Petra Walheim 18.08.2018

Was muss Frau mitbringen, um Deutschlands Schönheitskönigin zu werden? Einen schönen Körper, ein hübsches Gesicht, ein gewinnendes Lächeln? Oder auch Herz und Verstand? Am besten von allem etwas. Aber es ist unbestritten, dass der Schwerpunkt bislang auf dem Körper lag. Warum sonst mussten – oder durften, je nach Neigung  – die Bewerberinnen immer auch in Bademode auftreten? Ihren flachen Bauch und ihre langen Beine zeigen?

Doch damit ist nun Schluss. Im Finale 2019 im Europapark Rust soll der Bademode-Durchgang ausfallen. Zu sexistisch, lautet die Begründung. Der Durchgang sei auch nicht „sehr relevant“, sagt „Miss Germany“-Geschäftsführer Max Klemmer. Auf einmal! Seit 1927 bis jetzt war er relevant. 

Sei’s drum. Nun wird der Schwerpunkt mehr auf die Persönlichkeit gelegt.  Das heißt, die Bewerberinnen können nicht mehr vor allem ihre perfekten Körper sprechen lassen. Sie müssen verstärkt mit Wissen und Intelligenz punkten.

Für manche eine große Aufgabe, mit der die Schönen nicht alleine gelassen werden. Damit sie im Interview zu ihrer politischen Einstellung etwas zu sagen haben, werden die 16 Siegerinnen aus den Bundesländern in ein Camp geschickt.

Drei Wochen lang soll ihnen in Social-Media-  und Knigge-Kursen Wissen und gutes Benehmen beigebracht werden. Auf den Erfolg darf man gespannt sein. Apropos Mann: Für den gilt das Gleiche: Auch der darf nicht mehr in knapper Badehose auf den Laufsteg. Schade eigentlich!

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