Freiamt Ministerium: Vogelschutzpläne und Windkraft harmonieren

dpa 17.08.2016

sagte Umwelt-Staatssekretär Andre Baumann am Mittwoch in Freiamt bei Freiburg. Die bestehenden Anlagen und Pläne machten deutlich, dass der Bau neuer Windräder und der Naturschutz nicht im Widerspruch stünden. Es sei gelungen, bedrohte Vogelarten in sensiblen Bereichen zu schützen und die Windkraft in anderen Gebieten zu stärken.

Das Land habe die Rotmilan-Population im Südwesten erfasst und der Windkraftbranche sowie Behörden konkrete Hinweise gegeben. Damit herrsche Planungssicherheit, sagte Baumann, der vor seinem Wechsel in die Landesregierung Landesvorsitzender des Nabu war. In 89 Prozent der Landesfläche komme die Windkraft dem Rotmilan nicht in die Quere. Hier könne gebaut werden. In den übrigen 11 Prozent habe der Schutz des Vogels Vorrang. Bis 2020 sollen nach Wunsch der Landesregierung zehn Prozent der Stromerzeugung aus der Windkraft kommen.

Das Papier war gemeinsam mit Naturschutzverbänden und der Windkraftbranche entwickelt worden. Der Rotmilan ist durch die Windkraft gefährdet, weil er Windräder nicht sieht und durch sie getötet wird. Der deutsche Südwesten beheimatet den Angaben zufolge den weltweit größten Bestand des Vogels.

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