Als Konsequenz aus der Zulagenaffäre an einigen baden-württembergischen Hochschulen hat Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) die Kontrollmechanismen zum Land zurückgeholt. Seit rund eineinhalb Jahren würden der Bereich der Vergabe leistungsorientierter Gehaltsbestandteile nun konsequent aufgearbeitet und das System zukunftsfest gemacht, sagte Bauer am Donnerstag in Stuttgart. Insgesamt gibt es im Land rund 7500 Professoren, knapp 5000 bekommen ein Grundgehalt plus Leistungszulage (W-Besoldung).

Die Ursache für die in der Vergangenheit aufgedeckten Fehler in der Vergabepraxis liegt in einem Systemwechsel im Jahr 2005: Seither entscheiden die Hochschulen in eigener Verantwortung über die Vergabe von Zulagen. Bauer hält das nach wie vor für richtig. Dort sei die nötige fachliche Expertise und Nähe zu Hochschulehrern- und mitarbeitern, um unterschiedliche Leistungsstärke bewerten zu können. „Die Zulagenvergabe ist darüber hinaus ein wesentlicher Baustein der Hochschulautonomie.“

Damit es zu keinen Fehlern mehr kommt, wurden in der Vergangenheit die Vergaberichtlinien geprüft und Hinweisen auf Fehlern nachgegangen. Zudem müssen neue Richtlinien dem Ministerium vorab zur Bestätigung der Rechtmäßigkeit vorgelegt werden. Deshalb wird den Angaben zufolge ein neues Referat in dem Ministerium aufgebaut.

Wissenschaftsministerium