Stuttgart Minister Stoch: Mehr Geld für Privatschulen

Stuttgart / LSW 21.09.2013

Das Land und die Privatschulen steuern nach jahrelangem Tauziehen auf eine neue Zuschussregelung zu. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) kündigte an, die Abstimmung über eine Vereinbarung mit den Privatschulträgern stehe bevor. Nachdem es die alte Landesregierung nicht geschafft habe, die Zuschüsse für die Privatschulen wie versprochen zu erhöhen, sei die Koalition jetzt auf einem guten Weg, betonte er in Stuttgart.

Dagegen sieht der Privatschulverband noch Gräben und meldete "deutlichen Gesprächsbedarf" beim nächsten Treffen am 10. Oktober an. Landesgeschäftsführer Jan Schlimgen befürchtet, dass "Teile der Schullandschaft" die im grün-roten Koalitionsvertrag versprochene Anpassung der Finanzhilfe gegenfinanzieren müssen.

Hintergrund ist das jahrelange Tauziehen zwischen Land und Privatschulen über den angemessenen Ausgleich für deren Lehrtätigkeit. Ziel des Verbandes ist, dass die Förderung der Privatschulen auf 80 Prozent der Kosten eines Schülers an öffentlichen Schulen heraufgesetzt wird. Für eine von Grün-Rot in Aussicht gestellte Aufstockung sollten die Privatschulen aber im Gegenzug 20 Prozent des Monatsgehalts eines verbeamteten Lehrers für dessen Pensionierung abführen, erläuterte Schlimgen. Im Schnitt handele es sich um 11 000 pro Kopf und Jahr, der ans Land gehen müsse. Insbesondere Privatgymnasien mit vielen verbeamteten Lehrern drohe so ein Zuschussgeschäft.

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