Stuttgart Mesale Tolu: Solidarität in deutscher Heimat

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu. Foto: Lefteris Pitarakis/Archiv
Die deutsche Journalistin Mesale Tolu. Foto: Lefteris Pitarakis/Archiv © Foto: Lefteris Pitarakis
Stuttgart / DPA 11.01.2018

Die nach monatelanger Untersuchungshaft in Istanbul auf freien Fuß gesetzte deutsche Journalistin Mesale Tolu hat die Solidaritätsbekundungen in ihrer Heimatstadt als große Ermutigung empfunden. „Wenn man in der Fremde eingesperrt ist, in einem anderen Land, dann tut es gut zu wissen, dass die eigene Stadt einen so ins Herz geschlossen hat“, sagte die in Ulm geborene Tochter türkischer Eltern der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitagsausgaben).

Die deutsche Gesellschaft habe sich nicht allein mit dem deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner solidarisiert, als der in der Türkei inhaftiert war, sondern auch mit dem immer noch eingesperrten deutsch-türkischen Journalisten Deniuz Yücel und mit ihr selbst. „Das bestätigt uns auch in der Identität als Deutsche“, so Tolu. Sie wolle so schnell wie möglich in ihre Heimatstadt zurückkehren. „Dieser Alltag in Deutschland: kurz zum Bäcker und dann Kaffee zur Brezel - oder nachmittags Kaffee und Kuchen, fehlt mir sehr“, sagte sie.

Die türkische Staatsanwaltschaft wirft Mesale Tolu Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor. Sie befindet sich unter Auflagen auf freiem Fuß und darf die Türkei bislang nicht verlassen. Der nächste Gerichtstermin ist für den 26. April anberaumt.

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