Freizeit Menschen im Südwesten entdecken den Neckar wieder

Sport auf dem Neckar: Ein Paddler in Heidelberg.
Sport auf dem Neckar: Ein Paddler in Heidelberg. © Foto: dpa
Heidelberg / lsw 29.05.2017

Die Menschen im Südwesten entdecken ihre Flüsse auf unterschiedliche Weise neu. Nach dem Auftakt im Herbst wird die Veranstaltungsreihe „Neckarorte – Stadt an den Fluss“ in Heidelberg fortgeführt. In unregelmäßigen Abständen möchte die Stadt mit der Architektenkammergruppe Heidelberg den Fluss für Bürger erlebbar machen. „Es geht uns darum, konkrete Nutzungsmöglichkeiten für den Fluss zu finden“, sagt Rathaussprecher Christian Beister.  Einwohner können ebenfalls Vorschläge für ein aktiveres Leben am Fluss einreichen.

Den Neckar neu entdecken

Auch in Mannheim wollen Bürger den Fluss besser nutzen. „Es geht um die Umgestaltung der Neckaruferflächen vor allem im Zentrum unserer Stadt“, sagt Isabel Cademartori (SPD), Sprecherin der Interessengemeinschaft „Urbanes Leben am Neckar“. Unter anderem wünscht sich die Initiative eine neue Verkehrsführung am Flussufer, um so mehr Freiflächen zu ermöglichen, oder ein saisonales Gastronomieangebot direkt am Wasser.

Bereits jetzt wurde die Unterführung unter der Kurpfalzbrücke neu gestaltet. Wann genau die nächsten Projekte realisiert werden, ist offen. „Wir sehen eine schrittweise Umsetzung vor“, so Cademartori.

In Heilbronn soll der Neckar mit der Bundesgartenschau 2019 „wiedererobert“ werden. In Hauptbahnhof-Nähe wird die Bundesstraße am Ufer zurückgebaut, auf dem Ausstellungsareal entstehen zwei neue Seen.

Die besten Vorschläge werden geprüft

Erst vor kurzem haben in Stuttgart die Initiatoren des Vorhabens „Neckarwelle“ beim Stuttgarter Bürgerhaushalt einen Vorschlag für eine „surfbare Flusswelle“ eingereicht. Von knapp 2700 Anträgen hat es das Projekt mit dem Vorbild des Münchner Eisbaches auf den 20. Platz geschafft. In den kommenden Wochen prüft die Stadtverwaltung die 100 am besten bewerteten Vorschläge. Danach entscheidet der Gemeinderat über die Projekte. Sascha Held, einer der Köpfe hinter der „Neckarwelle“, hofft auf eine schnelle Entscheidung: „Ohne eine Ansage von der Stadt können wir nicht anfangen zu planen.“