Gemälde Mappus setzt auf gleichen Maler wie Späth

Sein Bildnis fehlt noch: Ministerpäsident a.D. Stefan Mappus
Sein Bildnis fehlt noch: Ministerpäsident a.D. Stefan Mappus © Foto: dpa
Roland Muschel 05.01.2018
Für die Ahnengalerie der baden-württembergischen Ministerpräsidenten lässt sich der CDU-Politiker vom Fotorealisten Jan Peter Tripp in Szene setzen.

Traditionell werden die baden-württembergischen Ministerpräsidenten nach dem Ausscheiden aus dem Amt auf einem Gemälde verewigt. Lothar Späth (CDU) etwa sitzt auf einem Sessel, aus seiner Körperhaltung spricht Ungeduld, die Fingerkuppen sind aneinandergepresst. Auf dem Gemälde, das Günther Oettinger (CDU) zeigt, ist neben seinem Antlitz ein Einschussloch abgebildet, das die Verletzlichkeit von Politikern zum Ausdruck bringt. Die Bilder sind so verschieden wie die Künstler, die die Politiker porträtiert haben und aus unterschiedlichen Epochen. Aber alle regen die Betrachter an, etwas Typisches zu erkennen.

In der Ahnengalerie, die in der Villa Reitzenstein, dem Sitz des amtierenden Ministerpräsidenten ausgestellt ist, fehlt bisher Stefan Mappus, der das Land von 2010 bis 2011 regiert hat. Lange schien unklar, ob er sich überhaupt auf die Porträt-Tradition einlassen will. Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE hat der 51-Jährige aber längst einen Maler fürs sein Porträt ausgesucht. Der Pforzheimer CDU-Politiker, der inzwischen als Vorstand beim in München beheimateten IT-Beratungshaus PMOne  arbeitet, hat sich dabei  für einen wichtigen Vertreter des (Foto-)Realismus entschieden: Jan Peter Tripp. Der 72-Jährige hat bereits einen anderen Ministerpräsidenten a.D. in Öl verewigt: den 2016 verstorbenen Lothar Späth.

Der im bayerischen Oberstdorf geborene und im Elsaß lebende Tripp ist damit der erste Maler, der zwei Porträts für die Ahnengalerie baden-württembergischer Regierungschefs beisteuert. Wann das Bildnis von Stefan Mappus – das noch nicht ganz fertig sein soll – in der Villa Reitzenstein aufgehängt und in welchem Rahmen es enthüllt wird, ist noch offen.