Stuttgart Mappus-Klage geht weiter

LSW 01.04.2015
Das Schadenersatzverfahren von Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gegen seine früheren Rechtsberater beim ENBW-Milliardendeal geht in die nächste Runde.

Mappus legte gegen die Ablehnung seiner Klage gegen die Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz Berufung beim Oberlandesgericht Stuttgart ein, wie ein Sprecher gestern bestätigte. Das Stuttgarter Landgericht hatte die Klage im Februar als unbegründet abgewiesen, da der Vertrag zwischen dem Land und der Sozietät geschlossen wurde und nicht mit Mappus persönlich. Deswegen könne der nicht auf Schadenersatz wegen einer falschen Rechtsberatung klagen.

Mappus wirft Gleiss Lutz vor, ihn beim Kauf der ENBW-Anteile falsch beraten zu haben. Die Kanzlei betont dagegen, die Juristen hätten vor einer Umgehung des Landtags gewarnt.