Land am Rand Mannheim macht Front gegen Hundekot

Ein Braver! So ist’s richtig. Schritt 1: Der Hundekot muss in die Tüte. Schritt 2: Die Tüte muss in den Mülleimer. Diese Aufnahme stammt allerdings aus Fellbach, nicht aus Mannheim.
Ein Braver! So ist’s richtig. Schritt 1: Der Hundekot muss in die Tüte. Schritt 2: Die Tüte muss in den Mülleimer. Diese Aufnahme stammt allerdings aus Fellbach, nicht aus Mannheim. © Foto: Christoph Schmidt/dpa
Mannheim / Alfred Wiedemann 02.05.2018

In dem Geschäft ist Optimismus alles, muss sich die städtische Mannheimer Abfallwirtschaft gedacht haben, als sie jetzt die neueste Werbekampagne vorgestellt hat. „Tretminen ade: Plakat zum Thema Hundekot“ ist die Pressemitteilung überschrieben. Ein herzíges Hundchen wirbt auf dem neuen Plakat für eine Selbstverständlichkeit, die den Hundebesitzern anscheinend immer und immer wieder nahegebracht werden muss: Die Hinterlassenschaft ihrer Tierchen gehört eingetütet, und diese Tüte dann nicht einfach in der Landschaft entsorgt, sondern in einen Mülleimer.

Alles klar? Dass das Thema Tretminen mit diesem großen Werbeplakat kein Thema mehr sein wird in Mannheim, darf man getrost bezweifeln. Besser ist, auch in Zukunft hinzuschauen, wo man hintritt auf dem Trottoir und im Gelände.

Immerhin liefert die Abfallwirtschaft zum Plakat eine Menge beeindruckender Zahlen: 9700 Hunde sind in Mannheim registriert, 9300 Besitzer gehen mit ihnen Gassi, das mache Tag für Tag etwa eine Tonne Hundekot.  Also eine Menge potentieller Tretminen.

Zur Entsorgung sind fast 300 Hundekottütenspender aufgestellt, 257 Patinnen und Paten betreuen diese Boxen und bestücken sie regelmäßig mit neuen Tüten – ehrenamtlich! Ist der Rest vom Fest ordentlich eingetütet, stehen zudem 4150 Papierkörbe im Stadtgebiet bereit zum Entsorgen. Alles prima organisiert. Eigentlich. Jetzt müssten  nur noch Herrchen und Frauchen mitmachen. Die neuen Plakate werden’s ganz bestimmt richten.

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