Ostfildern Lucha: Quartiersarbeit wichtig für Altern in Würde

Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Manfred (Manne) Lucha (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Felix Kästle/Archiv
Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Manfred (Manne) Lucha (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Felix Kästle/Archiv © Foto: Felix Kästle
Ostfildern / DPA 22.06.2018

Mit der wachsenden Zahl älterer Menschen gewinnt die sogenannte Quartiersarbeit aus Sicht von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) an Bedeutung. Ein Quartier kann eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder auch ein Dorf sein. Eine „kleine Bürgerbewegung“ stelle sich den Herausforderungen der alternden Gesellschaft, sagte Lucha am Freitag in Ostfildern bei Stuttgart. Sie sei geprägt vom Zusammenwirken haupt- und ehrenamtlicher Unterstützer und der Beteiligung der Betroffenen und ihrer Angehörigen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter.

Gabriele Beck von der Leistelle für Ältere der Stadt betonte: „Gutes Altern wird es ohne zivilgesellschaftliches Engagement nicht geben.“ Denn jeder Zweite Über-80-Jährige lebe allein. Erster Impuls für die Quartiers-Entwicklung war ein vor sechs Jahren gegründetes Nachbarschaftshaus mit einer Senioren-WG, einer Tagespflegestation, einem offenen Künstleratelier und einem Bürgersaal.

Ostfildern ist mit knapp 40 000 Einwohnern auch eine von 53 Kommunen, die beim Wettbewerb „Quartier 2020 - Gemeinsam.Gestalten“ ausgezeichnet wurden. 80 000 Euro vom Land erhielt die Kommune vergangenes Jahr für das Projekt „Wir in der Parksiedlung“ und das Zukunftsprojekt „Gutes Älterwerden in Nellingen“. In der Parksiedlung sollen ein Treffpunkt, ein Reparaturcafé, ein öffentlicher Bücherschrank sowie Feste die Menschen zusammenbringen.

Für lebendige Quartiere stellt das Sozialministerium 2018 und 2019 insgesamt 12 Millionen Euro bereit.

Sozialministerium

Quartier 2020

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