Digitalisierung Letzte Frist für Bildungsplattform „Ella“

Stuttgart / Axel Habermehl 20.07.2018

Das Projekt zur Einführung einer digitalen Bildungsplattform für Baden-Württembergs Schulen steht vor dem Aus. In einer Sondersitzung des Schulausschusses im Landtag setzte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) gestern den Entwicklern der „Elektronischen Lehr- und Lernassistenz“ (Ella) eine letzte Frist.

Bis 31. August müsse der Dienstleister ITEOS, ehemals KIVBF, einen belastbaren Vertrag mit der US-Firma Veritas vorlegen. „Das ist die Deadline, danach werden wir rückabwickeln“, sagte Eisenmann. Ihr Vertrauen, dass das gelingt, halte sich in Grenzen. Veritas hatte im Frühling ein deutsches Unternehmen übernommen, das weite Teile von „Ella“ produzieren sollte. Es ist unklar, ob Veritas das Werk fortführt. Dies soll ITEOS nun aushandeln. Im besten Fall drohen weitere Verzögerungen um mindestens ein Jahr, im schlechtesten müsste das Land wohl mehrere Millionen Euro abschreiben und neu anfangen.

Vertreter aller Fraktionen äußerten sich skeptisch, ob dieses Prestigeprojekt der grün-­schwarzen Landesregierung noch gelingen kann. Abgeordnete der Grünen und der CDU griffen KIVBF/ITEOS an, besonders deren Informationspolitik.

Parlamentarier der Oppositionsfraktionen AfD, FDP und SPD nahmen Eisenmann und Innenminister Thomas Strobl (CDU) in die Verantwortung.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel