Schule Ferien und Zeugnisse - wie Eltern damit umgehen sollten

Endliche Ferien!
Endliche Ferien! © Foto: Symbolbild
Stuttgart / DPA 25.07.2018
Die Sommerferien in Süddeutschland beginnen und es gibt Zeugnisse. Doch wie können Eltern ihr Kinder bei schlechten Noten am besten unterstützen?

Juchu, endlich Sommerferien! Für die meisten der mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendlichen beginnt an diesem Mittwoch die schönste Zeit des Jahres. Sechs Wochen schulfreie Zeit.

Sommerschule

Doch das gilt nicht für alle: In über 40 sogenannten Sommerschulen werden rund 1100 schwächere Schüler in dieser Zeit Lesen, Schreiben und Rechnen üben.

Pilotprojekt

Erstmals in diesem Jahr wird das als Pilotprojekt auch an acht Grundschulen angeboten. Bislang konnten nur weiterführende Schularten ohne Gymnasium nach Klasse sieben teilnehmen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) verspricht sich für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf einen Motivationsschub für einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr. Dieses beginnt am 10. September.

Schlechte Noten

Der Lehrerverband VBE warnte Eltern, bei schlechten Zeugnisnoten oder Nicht-Versetzung ein Drama zu inszenieren. „Für Eltern, die während des Schuljahres in Kontakt mit den Lehrern gestanden und sich laufend über Leistungen und Lernfortschritte ihres Kindes informiert haben, dürfte der Zeugnistag keine allzu großen Überraschungen bereithalten“, sagte der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Gomolzig.

Zeugnisse bewerteten immer nur einen kleineren Ausschnitt der Schülerpersönlichkeit - und zwar aus Sicht der Schule.

Erfahrungen der Eltern

Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung empfiehlt Eltern den Kinder nicht vor ihrem ersten Schultag von den eigenen schlechten Schulnoten zu erzählen. Dafür sollten Sie ihre Kleinen aber mit anderen Erfahrungen ermutigen und auf die Schule vorbereiten.

Zu wenig Unterstützung

Unterstützung und eine Verhaltensänderung des Schülers könnten im kommenden Schuljahr wieder zu erheblich besseren Ergebnissen führen. Der Verbands-Vertreter beklagte: „An den meisten Schulen werden leider viel zu wenig Stütz- und Fördermaßnahmen angeboten, weil die entsprechenden Lehrerstunden fehlen.“

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