Marke Lebensmittel von der Alb und für die Alb

Thomas von Mackensen bietet unter „Albgemacht“ Lammsalami an.
Thomas von Mackensen bietet unter „Albgemacht“ Lammsalami an. © Foto: Stefan Bentele
Ehingen / Stefan Bentele 17.11.2018

Sieben Lebensmittel, sieben Erzeuger: Mit der Marke „Albgemacht“ gibt es seit Freitag in acht Rewe-Märkten – verteilt auf Dettingen unter Teck, Reutlingen, Lichtenstein, Münsingen, Metzingen, Mössingen und Ehingen – Lebensmittel aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb für die Menschen im Biosphärengebiet und dem Umland. Das Land ist Markeninhaber und will „Albgemacht“ mit den Erzeugern weiterentwickeln. Dazu ist vor einem Jahr der gleichnamige Verein gegründet worden, dem die Erzeuger angehören. Sie vertreiben ihre Produkte selbst, einzige Abnehmer sind derzeit Rewe-Märkte. Alle Beteiligten, auch Rewe, betonten am Freitag, dass es keine Exklusivität gebe, auch andere Händler könnten einsteigen.

Regierungspräsident Klaus Tappeser kam am Freitag zur Einführung der „Albgemacht“-Produkte in den Supermarkt der Familie Widmann nach Ehingen. Er sieht die Marke als Chance, die Kulturlandschaft der Alb zu bewahren, zu „schützen durch nützen“. So sei die Idee für die Alb-Produkte entstanden. Diese zeichneten sich nicht nur durch Regionalität aus, sondern auch durch die Zusicherungen der Erzeuger, auf Gentechnik zu verzichten und sich für Tierwohl und Artenvielfalt auf ihren Flächen einzusetzen.

Beitrag zur Artenvielfalt

„Wir müssen mehr tun als Regionalität anbieten“, sagte Jörg Waldner von der Weingärtnergenossenschaft Metzingen am Freitag in Ehingen. Er ist seit Vereinsgründung Mitglied und bietet unter der neuen Marke Wein an. Die Lichtensteinmühle von Michaela Frech liefert Dinkelmehl und hat drei Landwirte gewinnen können, die die Kriterien von „Albgemacht“ erfüllen und auf Herbizide verzichten. Zu den weiteren Kriterien zählen die regionale Erzeugung, Transparenz und der Erhalt der biologischen Vielfalt. „Jeder Erzeuger leistet seinen Beitrag auf seiner Fläche“, sagte Adelheid Schnitzler von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets. Sie nannte etwa den Verzicht auf Herbizide oder auf Wachstumsregulierer bei Getreide. Das schaffe einen Mehrwert für die Region.

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