LEA LEA Meßstetten bleibt nach Gemeinderatsbeschluss bestehen

Meßstetten / dpa 21.07.2016
Die Landeserstaufnahmestelle (Lea) in Meßstetten bleibt nach einem Beschluss des Gemeinderats bis 2017 bestehen.
Die Landeserstaufnahmestelle (Lea) für Flüchtlinge in Meßstetten (Zollernalbkreis) wird bis Ende 2017, und damit ein Jahr länger als geplant, betrieben. Das entschied der Gemeinderat der Kleinstadt am Donnerstag. "Die Meßstetter haben sich mit der Situation, wie sie jetzt ist, mit der geringen Belegung, abgefunden", sagte Bürgermeister Frank Schroft (CDU). 23 Mitglieder stimmten dafür, zwei dagegen. Es gab eine Enthaltung.

In der ehemaligen Kaserne leben nach jüngsten Informationen der Stadt Meßstetten 230 Flüchtlinge, gedacht ist sie für 1000 Bewohner, in Hochzeiten waren sie jedoch mit bis zu 3500 Personen belegt. Bei Tumulten an der Essensausgabe wurden im November vergangenen Jahres mehrere Menschen verletzt. Die Lea hat knapp 300 Mitarbeiter.

Mit den Meßstettern war ein befristeter Betrieb der Lea bis Ende 2016 vereinbart worden. Kurz vor der Landtagswahl im März hatte das damalige SPD-geführte Integrationsministerium die Schließung zum Jahresende in Frage gestellt. Inzwischen ist das CDU-geführte Innenministerium zuständig, das an der Verlängerung festhielt.