Hochschulen Land stellt mehr Medizinstudienplätze in Aussicht

Villingen / Roland Muschel 05.05.2018

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat überraschend die Einrichtung von bis zu 150 zusätzlichen Medizinstudienplätze im Land in Aussicht gestellt. Derzeit gibt es knapp 1500 Plätze. Entschieden sei noch nichts, sagte der Grünen-Politiker in Villingen. Aber die Landesregierung überlege, rund 150 Ausbildungsplätze für Mediziner zu schaffen. Er versprach, den Wunsch des Schwarz­wald-­Baar-Klinikums zu prüfen, dabei bedacht zu werden.

Das 1000-Betten-Klinikum könnte dessen Konzept zufolge jährlich 25 Studierende durch den zweiten Abschnitt des Medizinstudiums führen. Die vorklinische Grundausbildung könnte dagegen an einer der etablieren medizinischen Fakultäten des Landes stattfinden. Eine solche Ausbildungskooperation wird in anderen Bundesländern bereits praktiziert.

Die Debatte um einen Ausbau der Studienplätze sind durch einen Vorstoß des städtischen Klinikums in Stuttgart ausgelöst worden, dass sich für 50 Medizinstudienplätze in Kooperation mit einer bestehenden Uniklinik ins Spiel gebracht hatte. Vor zwei Wochen bekannte Kretschmanns Staatsminister Klaus-Peter Murawski (Grüne), dass er „für den Ausbau der Medizinstudien-Plätze um 100 Plätze in Baden-Württemberg“ eintrete. Ob der Ausbau an den bestehenden Uniklinika in Ulm, Freiburg, Tübingen, Heidelberg/Mannheim oder an neuen Standorten erfolgen soll, ließ er offen.

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