Stuttgart Land meldet mehr Flüchtlinge im ersten Halbjahr

LSW 09.07.2014

Die Zahl der neuen Asylbewerber in Baden-Württemberg ist im ersten Halbjahr 2014 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um mehr als 60 Prozent gestiegen. Insgesamt 8779 Flüchtlinge hätten von Januar bis Juni dieses Jahres politisches Asyl im Südwesten beantragt, berichteten die "Stuttgarter Nachrichten" unter Berufung auf einen Sprecher des Karlsruher Regierungspräsidiums. Die Behörde ist für die Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe verantwortlich.

Wegen steigender Zahlen haben viele Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg zunehmend Probleme, die Flüchtlinge unterzubringen. Die Kommunen suchen nach Lösungen und wollen deshalb auch mit der grün-roten Landesregierung sprechen. Mit fast einem Fünftel (19 Prozent) stellten Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien dem Bericht zufolge den größten Anteil.

Insgesamt 27 Prozent aller Asylbewerber kamen im ersten Halbjahr aus Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina. Die Bundesregierung will diese drei Staaten zu sicheren Herkunftsländern erklären. Damit könnten die Behörden Flüchtlinge aus diesen Balkanregionen schneller in die Heimat zurückschicken.