Stuttgart / Axel Habermehl

Baden-Württembergs Landesregierung steht vor großen Investitionen ins Haupt- und Landesgestüt Marbach. Das erfuhr die SÜDWEST PRESSE aus Koalitionskreisen. Noch sind Details, etwa zur ökologischen Bewirtschaftung, zwischen Grünen und CDU nicht ausverhandelt. Doch laut einer Kabinettsvorlage aus dem Ressort von Agrarminister Peter Hauk (CDU) ergibt sich „Stand heute ein Investitionsbetrag in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags“. Allein für Sanierungen würden rund 40 Millionen benötigt.

Für das Gestüt, das im Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt und seit mehr als 500 Jahren besteht, geht es um eine „inhaltliche und bauliche Weiterentwicklung (...) als Bildungs- und Tourismusstandort“ sowie um einen „Ausbau als Veranstaltungsort für pferdesportliche und pferdezüchterische Veranstaltungen“.

Das Gestüt und der Landesbetrieb Vermögen und Bau haben einen entsprechenden „Masterplan 2018“ erarbeitet. Vorgesehen sind Maßnahmen an den Höfen Marbach, Offenhausen und St. Johann: unter anderem Gebäudesanierungen, Umbauten unter Tierschutzaspekten, neue Pferdesportplätze und eine Halle. Bis 2020 soll Hauk genauere Planungen vorlegen. Ein erster Bauabschnitt könne ab 2022 beginnen.