Stuttgart Land fördert Projekte zur Reduzierung von Tierversuchen

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU). Foto: Bernd Weissbrod/Archiv
Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU). Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © Foto: Bernd Weissbrod
Stuttgart / DPA 07.08.2018

Das Land unterstützt mit 230 000 Euro die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen. „Wir wollen die Zahl und die Belastung von Versuchstieren in Baden-Württemberg weiter verringern“, erklärte Agrarminister Peter Hauk (CDU) am Dienstag in Stuttgart. „Unsere Förderung für die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch ist ein bedeutender Baustein für mehr Tierschutz.“ In manchen Bereichen, etwa der angewandten medizinischen Forschung, gebe es noch keine ausreichenden Alternativen.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fördert jährlich Arbeiten zur Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen. 2018 standen Mittel in Höhe von 320 000 Euro zur Verfügung, die förderwürdigen Anträge hätten nun aber nur ein Gesamtvolumen von 230 000 Euro, teilte das Ministerium mit.

Aus fünf Förderanträgen sind dieses Jahr drei Projekte ausgewählt worden. In einem Projekt an der Universitätsklinik Tübingen etwa sollen Mottenlarven Mäuse bei Tierversuchen zur Erforschung von Autoimmunerkrankungen ersetzen. An der Universität Freiburg wird zudem an der tierfreien Herstellung von Antikörpern geforscht.

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