Land am Rand Land am Rand: Schlösser-Mathematik

Ist Spitze in ganz Deutschland: Das Schloss Ludwigsburg. Zumindest was die geschätzten Kosten für einen möglichen Neuanstrich angeht.
Ist Spitze in ganz Deutschland: Das Schloss Ludwigsburg. Zumindest was die geschätzten Kosten für einen möglichen Neuanstrich angeht. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / David Nau 18.05.2018

Rankings gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer. Es vergeht kein Tag mehr, an dem nicht die schönste Weinkönigin der Südpfalz, der ausgeschlafenste Stadtteil Hamburgs oder der scheußlichste Dialekt Deutschlands gekürt wird. So willkürlich diese Rankings auch immer sein mögen – man muss zugeben: Es ist schon schön, wenn darin die eigene Region auftaucht. Man könnte ja besser sein als der doofe Nachbar.

Weil die große royale Hochzeit von Prinz Harry und seiner Meghan in allen Bereichen ihren Schatten vorauswirft, darf sich Baden-Württemberg endlich wieder über einen ersten Platz freuen. Ein Maler- und Bodenlegerbetrieb hat nämlich ermitteln lassen, was es kosten würde, den Buckingham Palace in London komplett neu anstreichen zu lassen. Um gleich die Spannung raus zu nehmen: rund 10,6 Millionen Euro.

Spannend wird die Pressemitteilung des Malerbetriebs aber weiter unten. Dort ist aufgeführt, welches Schloss in Deutschland wohl das meiste Geld für einen Neuanstrich verschlingen würde. Es ist ... Trommelwirbel ... das Schloss Ludwigsburg! Mit geschätzten Kosten von 4,5 Millionen Euro liegt das Residenzschloss ganz vorne.

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf lassen sich gleich ganz neue Vergleiche anstellen: Zwei Mal Ludwigsburg ergibt also grob einmal London, wohingegen man für ein Mal Ludwigsburg gleich vier Mal Neuschwanstein bekommt. Damit wäre dank des Rankings mal wieder geklärt: Baden-­Württemberg ist eben doch
besser als Bayern.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel