Glosse Land am Rand: Mit Masken-Chic zum Tigerstaat

Lästig, die Maske vorm Gesicht? Ach was, schick ist sie! Wäre doch auch was für Feinstaubgeplagte in Stuttgart.
Lästig, die Maske vorm Gesicht? Ach was, schick ist sie! Wäre doch auch was für Feinstaubgeplagte in Stuttgart. © Foto: afp
Roland Müller 07.03.2017
Feinstaubalarm als modische Chance begreifen: Durch Designer-Atemmasken könnte sogar Stuttgart cool werden. Einen Trostpreis für Winne Hermann haben wir auch parat.

Es ist ein Jammer. Feinstaub­a­larm, blaue Plakette, Fahrverbote: Stets wird nur über die negativen Aspekte nicht ganz reiner Atemluft berichtet. Dabei bieten die paar Extra-Partikel pro Lungenfüllung auch ungeahnte, tolle Möglichkeiten. In erster Linie zu nennen: die Mode.

Asien ist mal wieder weit voraus. Ohne top gestylte Designer-Atemschutzmaske geht der Großstädter in den Ländern des Lächelns, der aufgehenden Sonne oder wie man es nennen mag, nicht aus dem Haus. Aus der Smog-Not geboren, ist der Masken-Chic in Metropolen wie Peking, Tokio oder Hongkong aus dem Straßenbild nicht wegzudenken. Ein hippes Textil vor Nase und Mund filtert ohne bürokratischen Aufwand ungewünschte Stoffe, ist eine prima Gelegenheit, Status und individuellen Style auszudrücken – und, jetzt mal ehrlich, es sieht einfach obercool aus!

Warum also nicht auch in Stuttgart und Reutlingen? In Sachen Coolness bisher nicht ganz erste Liga, wäre mit einer futuristischen Masken-Offensive  im Südwesten endlich mal ein bisschen Tigerstaat zu machen. Für zuletzt öfter darbende Mode-Labels im Land (Boss, Schiesser, Orsay) wäre das auch ein schönes Wachstumsprogramm. Win-win, wie der Lateiner sagt. Also lieber mal all die drögen Verbotsschilder und Verordnungen im Schrank lassen. Zum Trost darf sich Feinstaub-Kämpfer Winne Hermann (Grüne) eine Maske im Zorro-Stil aussuchen. Hasta la vista.