Glosse Land am Rand: Gesund dank Spätzle mit Soß’

Ulm / Alfred Wiedemann 08.03.2017

Hauptsache, es schmeckt? Das schöne  Motto ist inzwischen gegessen. Zumindest, wenn die Befragten in einer Forsa-Ernährungsstudie im Auftrag der Techniker-Krankenkasse ehrlich waren, wenn man die Älteren fragt – und Baden-Württemberger: In der Generation 60plus nennen hierzulande 55 Prozent als wichtigsten Aspekt beim Essen: „Hauptsache gesund!“ Im Bundesschnitt sagen das zehn Prozent weniger.

Jüngere haben es dagegen noch nicht so mit gesundem Mampf. Kunststück, auch mit täglich Pizza und null Salat im Bauch zippert und zwickt bei ihnen halt noch nichts. Fast die Hälfte der Ü 60er klagt dagegen über Herz und/oder Kreislauf, sagt die Krankenkasse, und die muss es wissen. Da guckt man schon eher auf Zucker und Fett. Oder hat als Heimbewohner gar nicht mehr die Wahl.

Den  Damen und Herrn von Umfrageinstitut und Krankenkasse bindet man jedenfalls nicht auf die Nase, dass man Ungesundes mag. Selbstverständlich isst man gesund. Und guckt beim Lebensmittelkauf auf Nachhaltigkeit, greift zu Ware aus der Region und der Saison und zu Bio. Kunststück, Senioren haben gewöhnlich mehr Geld als Junge. Und mehr Zeit: Fast 66 Prozent  der Älteren im Südwesten  sagen, dass  bei ihnen täglich Selbstgekochtes auf den Tisch kommt. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 53 Prozent. Vermutlich gönnen die sich öfter „Essen auf Rädern“, während hierzulande Spätzle mit Soß’ schon als vollwertige Mahlzeit zählt. Gesund, selbstgemacht, aus der Region? Na klar.