Beate nutzte das gute Wetter für eine Wanderung in und um Heidelberg. Marco, Kerstin und die Kinder besuchten die Familie in Neunkirchen/Saarland. Na und, wo ist die Nachricht? Sie alle haben mit ihren Ausflügen einen Beitrag für bessere Luft geleistet, wie Mannheims Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne) jubelt. „Wir wollen mehr attraktiven öffentlichen Raum für die Menschen schaffen, die hier leben.“ Eine „deutliche Minderung“ der Zahl privater Fahrzeuge helfe dabei. Nun haben Beate, Marco und die Kinder das Auto nicht etwa abgeschafft, sondern nur ein Vierteljahr stehen lassen. Und mit ihnen 23 weitere Haushalte, die bei der Aktion „Spar Dir Dein Auto“ mitmachten.

Dass die Mannheimer Luft von April bis Juni sauberer geworden sei, behauptet das Dezernat V im Mannheimer Rathaus zwar nicht. „Bessere Luft und weniger Lärm“ war aber die Zielsetzung der Aktion, und: „Die Umwelt schützen oder Geld sparen.“ Sensibilisierung der Bürger für die klimagerechte Stadt: sowieso. „Entdecker-Tickets“ für  Bus und Bahn sollten das Umsteigen attraktiv machen. Offensichtlich nicht attraktiv genug: Knapp 180 000 Haushalte und mehr als 120 000 private Kraftfahrzeuge zählen Statistiker in Mannheim. So tugendhaft die Entbehrungen von Beate, Marco, Kerstin und Co. auch sein mögen: Es relativiert sich. Umweltbürgermeisterin Kubala ist gleichwohl zufrieden: „Alle Haushalte waren bis zum Schluss dabei und sammelten interessante Erfahrungen.“ Alle 25 teilnehmenden Haushalte, wohlgemerkt.