Land am Rand Land am Rand: Der Zusteller der Zukunft

Heilbronn / Hans-Georg Frank 08.06.2018

Die schöne neue Welt lässt sich auf der Bundesgartenschau in Heilbronn besichtigen. Die Macher kündigen immer wieder sensationelle Neuheiten an. Jetzt versprachen sie, dass auf dem Gelände eine Art automatischer Postbote unterwegs sein wird. Also kein Mensch aus Fleisch und Blut und Knochen und Ausdauer, der sich bestens in seinem Revier auskennt und auch mal nicht ganz korrekt adressierte Umschläge in den richtigen Briefkasten steckt.

Hinter der Werkszeichnung „Buga:log“ verbirgt sich ein autonomes Fahrzeug. Mit dem Kärrele sollen im bereits bewohnten Bereich der Mustersiedlung Pakete an die Empfänger gebracht werden. Die Gartenschau wird 173 Tage lang zum Testfeld für die fahrerlose Logistik. Damit soll ab 17. April 2019 nicht nur die Funktionstüchtigkeit des Flitzers erprobt werden, auch um die Akzeptanz bei den Kunden der Zukunft wird es gehen. Schließlich muss das mit Ultraschallsensoren ausgestattete Fahrzeug Rücksicht nehmen auf die gewiss in großer Zahl flanierenden Besucher. Vorsichtshalber haben die Entwickler ihre Erfindung auf sechs Stundenkilometer gedrosselt. Notfalls lässt sich das Mini-Mobil mit einfachem Druck auf einen ziemlich auffälligen roten Knopf sofort stoppen. Außerdem wird immer ein menschlicher Begleiter, kein Roboter, in der Nähe sein.

Dieser futuristische Kollege der Postler alten Schlags muss sich nicht mit einem lästigen Problem der Zustellerzunft herumplagen: Hunde sind auf der Bundesgartenschau nicht zugelassen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel