Waiblingen Land am Rand: Der ist brav, der tut nichts!

Jetzt wird’s ernst: Postbote trifft auf Hund.
Jetzt wird’s ernst: Postbote trifft auf Hund. © Foto: dpa
Waiblingen / Alfred Wiedemann 14.03.2017

Och, schade,  in Waiblingen stand für Briefträger „Umgang mit Hunden“ auf dem Stundenplan. Ein Hundeführer der Polizei sollte Postboten zeigen, wie man sich am besten nicht beißen lässt. Da hätte man gern mehr erfahren, Hunde schnappen ja nicht nur nach dem Zustellpersonal. Wie man sich am besten wehrt, wäre gefragter Lesestoff. Leider gibt es nichts zu berichten, weil der Lehrgang intern blieb. 

Das ruft sicher wieder Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Welche Rituale und gemeinen Tricks werden da eingeübt wider blutrünstige Pudel und Dackel? Was lernen die Briefträger, um unsere vierbeinigen Lieblinge einzuschüchtern, ihnen womöglich bleibende psychische Schäden zuzufügen? Nur,  damit Briefe und Pakete ohne Bissen in Postgut und Postboten ankommen.  

Jeder weiß doch, dass Hunde gar nicht anders können, als ihr Revier zu verteidigen. Was soll sonst Herrchen und Frauchen denken. Hunde müssen das, zum Dank für Fressifressi und ein Dach über dem Kopf.  Ein bisschen Knurren und Bellen, um den täglichen Störenfried einzuschüchtern und ihn zu vertreiben. Nicht, dass der noch auf die Idee kommt, ebenfalls einzuziehen. Futter und Streicheleinheiten teilen, das kommt nicht in Frage.

Was bleibt Briefträgern ohne Lehrgang? Zustellung per Weitwurf. Und Joggern beim Hundeanblick? Unauffällig die Route ändern. Und Radfahrern? Ganz schnell in die Pedale treten. Fachleute raten zwar anderes, aber schnelles Radeln hat sich gut bewährt.